Kitesurfen in Valencia

Kitesurfen in Valencia

1

Paella, Horchata und las Fallas – das sind die Dinge, für die Valencia besonders berühmt ist. Die drittgrößte Stadt Spaniens hat neben diesen Klassikern auch bemerkenswerte Architektur sowie starken Wind und gute Wellen zu bieten. Man muss nur wissen, wo.

Das futuristische Wahrzeichen Valencias, die „ciudad de las ciencias y artes“ fällt gleich ins Auge. Sie „Stadt der Wissenschaften und Künste“ liegt direkt in dem ausgetrockneten Flussbett des Turia und ragt in ihrer weißen Außergewöhnlichkeit aus türkisem Wasser in den Himmel.

Die besten Surf- und Kitespots hingegen sind schwieriger zu finden. Doch mit den richtigen Tipps ist auch das kein Problem.

So findest du die besten Kitespots Valencias

In und um Valencia warten zahlreiche Kitespots auf dich. Am nächsten an der Stadt gelegen ist Patacona. So nennt sich der Strand von Alboraya, einem Vorort im Norden Valencias, der ohne Übergang an Valencia anschließt. So ganz nebenbei ist Alboraya übrigens auch dafür bekannt, dass hier angeblich die Erdmandelmilch Horchata erfunden wurde, das klassische Getränk in Valencia.

Patacona ist von überall in Valencia schnell mit dem Rad, den Skates oder den öffentlichen Verkehrsmitteln etwa der Metro oder mit dem Bus 32 oder 19 zu erreichen. Radwege ziehen sich durch die komplette Stadt. Am Hafen vorbei gelangt man zunächst zu Valencias Stadtstrand Malvarosa. Dann geht es immer die Strandpromenade entlang, an deren Ende in Alboraya der Kitespot liegt. Wer selbst kein Rad hat, kann sich für 24 Euro im Jahr bei Valenbisi eine Karte holen und ein Rad leihen. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, gibt es gute Nachrichten: einen kostenlosen Parkplatz gibt es direkt am Kitespot, gleich auf der anderen Straßenseite.

strandpromenade Alboraya
Aussicht auf den Kitestrand vom Café „La más bonita“

Der Strand in Patacona ist sehr breit und bietet genügend Platz zum Starten und Landen. Manche Locals starten ihre Kites am Strand selbst, das funktioniert, weil keine Muscheln oder Steine herumliegen und der Sand sehr weich ist.

Der Wind in Patacona ist ab Frühling bis über die Sommermonate – vor allem im Juli und August thermisch. Das Wasser ist dann flach bis kabbelig, auch bei höheren Windstärken. Ab September ist es vorbei mit der Thermik. Damit ist aber noch lange nicht gesagt, dass man nicht mehr mit Wind rechnen kann. Im Gegenteil! Wie die Locals vor Ort erzählen sind Windvorhersagen für Alboraya leider nicht besonders zuverlässlich. Praktisch ist da die Webcam direkt vor Ort. Hier sieht man in Echtzeit, ob schon jemand im Wasser ist oder nicht. Der Spot Patacona funktioniert bei Nordost-, Nordwest und Nordwind. Ab September kommt der Wind aus Norden und das Wasser wird immer welliger. Die meisten Locals sagen, der Spot sei dann nur noch etwas für Fortgeschrittene. Viele sind mit Waveboards unterwegs. Ab und zu sieht man auch Wellenreiter in Patacona, dann muss aber auch der Swell stimmen.

Offiziell ist Patacona nicht als Kitesurf-Bereich ausgeschrieben, das Kiten wird hier aber in den Monaten September bis Juni geduldet. Im Juli und August ist das Kitesurfen verboten, dann gibt es auch Polizeikontrollen, da zu dieser Zeit auch Badegäste am Strand sind. Insgesamt sind am Strand Patacona aber auch im Juli und August sehr viel weniger Badegäste als zum Beispiel am Strand Malvarosa oder Cabañal-Arenas. Wer selbst zu faul ist, immer die Windstatistiken im Auge zu behalten: in der Facebook-Gruppe „Kitesurf Valencia“ tauschen die Locals Infos zu den Spots aus und man erfährt meist in Echtzeit wann und wo Wind angesagt ist.

Warum Valencia das perfekte Urlaubsziel ist

Ich habe selbst einige Zeit in Valencia gewohnt und muss sagen: Die Stadt ist eine meiner Lieblingsstädte weltweit. Es gibt dort einfach alles. Von beeindruckender Kultur, Geschichte, großartiger Architektur, über Street Art, Festivals, Events, jede Menge Bars und Clubs, ein tolles Nachtleben und einen breiten und langen Sandstrand direkt in der Stadt.

Bis vor kurzem hatte auch die Formel 1 einen Zwischenstop in der Stadt an der spanischen Mittelmeerküste. Aus Kostengründen wurde das leider abgesagt. Das ist schade, denn von den umliegenden Häusern hatte man einen tollen Blick auf die Rennstrecke.

Beeindruckend ist übrigens auch die von Santiago Calatrava geschaffene „Ciudad de las Artes y las Ciencias“. Die „Stadt der Künste und Wissenschaften“ beherbergt unter anderem die Oper Valencias sowie das Oceanografic, ein Ozeanum mitten in der Stadt. Die weißen Gebäude haben runde Formen und sind von türkisblauem Wasser eingefasst. Es wirkt, als habe man eine Zeitreise unternommen und sei im Jahr 2.200 gelandet.

Wenn ihr euren Urlaub relativ flexibel legen könnt, solltet ihr unbedingt während der sogenannten Fallas nach Valencia kommen. Las Fallas sind eine Art Frühlingsfest, das jedes Jahr Mitte März stattfindet. Etwas Vergleichbares habe ich noch nicht erlebt:

Ein Jahr lang arbeiten zahlreiche Bewohner Valencias an den sogenannten „Fallas“, Figuren aus Pappmaché oder Kunststoff. Diese sind oft so hoch wie Häuser, bunt angemalt und haben in der Regel einen politischen oder sozialkritischen Hintergrund. Ereignisse der lokalen Politik oder auch der Weltpolitik finden oft Anklang in den Werken. Der Höhepunkt der Fallas ist das öffentliche Verbrennen dieser Pappfiguren. Dazu wird auf den Straßen gefeiert und es werden ohrenbetäubend laute Feuerwerke geschossen, die sogenannten Mascletas. Man hat das Gefühl, an solchen Abenden gibt es keine Fremden, nur Freunde und man feiert gemeinsam in der gesamten Stadt bis zum Morgengrauen.

Bevor die Figuren verbrannt werden, wählt die Bevölkerung Valencias übrigens noch ihre „Lieblings-Falla“, die dann ins Museum wandert und so den Flammen entgeht. Das ist natürlich eine große Ehre für die Erbauer.

Du planst eine Reise nach Valencia?

IN DIESEM ARTIKEL HABE ICH FÜR DICH ZUSAMMENGEFASST, WELCHE ZEHN DINGE DU IN VALENCIA AUF KEINEN FALL VERPASSEN DARFST!

 

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT