Kitesurfen am Ammersee

Kitesurfen am Ammersee

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Der Ammersee ist der drittgrößte See in Bayern. Nicht nur zum Baden, Stand Up Paddeln, Segeln oder Kanufahren pendeln viele aus der Großstadt an das „Meer der Münchner“. Wenn Wind ist, kommen auch Wind- und Kitesurfer auf ihre Kosten.

Herrschinger Kreuz

Der Kitespot in Herrsching funktioniert bei West oder Süd-West-Wind. Anfänger sind hier unerwünscht. Von der „IG Ammersee“ wurde ein Regelkatalog erarbeitet, in dem sogar ausdrücklich angemerkt wird, dass das Lernen in der Lagune nicht gewünscht ist. Nur wer sicher Höhe halten kann, macht sich am Ammersee Freunde. Im Sommer sind viele Fahrgastschiffen auf dem Meer der Münchner unterwegs, zu denen sollte man genügend Abstand halten, sonst gibt´s auch hier Ärger.

Starten und Landen ist in Herrsching aufgrund des kleinen Start- und Landebereichs nicht ganz so einfach. Starten funktioniert eigentlich nur aus dem Wasser. Landen eigentlich auch, wobei viele ihre Kites auch einfach aus der Luft ans Ufer knallen lassen – so geht´s natürlich auch. Da Bäume am Ufer für eine Windabdeckung sorgen, ist ein „normales“ Landen des Kites (sprich: Landehelfer nimmt den Kite auf) nicht wirklich möglich.
Je nach Wasserstand müssen Kitesurfer am Herrschinger Kreuz auch mit Untiefen rechnen. Hier am besten an den Locals orientieren oder sich langsam „rantasten“. Wer sich vorher schon mal ein Bild machen möchte: Es gibt in der Herrschinger Bucht eine Webcam. Emfpehlenswert ist außerdem die u Seite „Zebrafell“, die so ziemlich alle Wind- und Wetter-Statistiken auflistet, die es über den Ammersee zu wissen gibt.

herrsching
Bei niedrigem Wasserstand sind die Untiefen klar erkennbar: Ein paar Menschen laufen etwa 200 Meter vom Ufer entfernt ganz gemütlich über die Untiefen.

Eching

Der Spot in Eching am Ammersee funktioniert bei Ostwind (auch Nord-Ost, Süd-Ost) und hat seine Eigenheiten: Durch eine Windabdeckung ist es – genau wie am Herrschinger Kreuz – nicht möglich die Kites am Strand zu starten. Sich mit dem Windmesser an den Strand zu stellen, ist in Eching also ziemlich sinnlos, man muss sich auf die Messwerte des Windfinders/Windgurus verlassen.

Je weiter draußen man in Eching ist, desto besser kommt der Wind durch und desto stärker wird er. Es kann hier – wie an Seen üblich – ziemlich böig werden, manchmal muss man sich auch mit On/Off Wind herumschlagen. Es kann also sein, dass der Wind auf einmal weg ist und auch für längere Zeit weg bleibt. Ist man dann sehr weit draußen, kann das zum Problem werden.
Im Einstiegsbereich kann man stehen, Eching ist also auch etwas für Anfänger. Ist man mit Leichtwindkite und -brett ausgerüstet, schafft man es in Eching – wenn man Glück hat – mehrmals im Monat aufs Wasser. Generell ist Ostwind am Ammersee aber eher selten, der Spot also seltener fahrbar als zum Beispiel Herrsching. Man sieht übrigens auch viele 13, 14, 15 Kites und kleinere Bretter, die hier ihr Glück versuchen. In kurzer Enfernung vom Ufer liegen im Frühling, Sommer und Herbst auch Boote vor Anker.

Direkt am Kitespot in Eching gibt es ein Gasthaus, für die Verpflegung ist also gesorgt (öffnet ab 11 Uhr). Auch parken kann man direkt am Spot, bei schönem Wetter  und an Wochenenden sind neben Windsurfern, Kitern und Seglern auch viele Badegäste in Eching. Die Parkplätze werden dann oft knapp und man muss in Nebenstraßen ausweichen. Badegäste haben auf dem Wasser natürlich unbedingt Vorrang. Im Sommer ist Eching daher nur bedingt zu empfehlen.

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